25.10.2019: Sonne, Strand und Cocktails

Heute Nacht hat es erneut sehr stark geregnet. Das Gewitter war lange direkt über mir. 🙈
Umso toller, dass es sich zum heutigen Ausflug hin wieder gebessert hat. ☀️



Mein heutiges Fortbewegungsmittel (mit meinem Reiseleiter).





Erster Stopp war die 2,5 km vor Praslin liegende Insel Cousin. Die 29 ha große Insel mit einem Durchmesser von ca. 600 m wurde 1968 von Spendengeldern als Vogelschutzgebiet gekauft und steht heute unter der Obhut der unabhängigen Umweltorganisation Nature Seychelles, ebenso wie das noch intakte Korallenriff.
Nachdem die Spuren der ehemaligen Kokosplantage von den Naturschützern mit viel Mühe beseitigt wurden, wird dem natürlichen Bewuchs auf der Insel freier Lauf gelassen. Im Schutz der üppigen Vegetation fühlen sich viele Tiere wohl - riesige Tausendfüßler, Krabben, verschiedene Arten von Geckos und Riesenlandschildkröten. Mit viel Glück kann man eine Meeresschildkröte erspähen: von Oktober bis Februar kommen regelmäßig echte Karettschildkröten zur Eiablage an Land, und das sogar tagsüber. Ich hatte leider kein Glück. Die markierten Nester - auch von den Landschildkröten - habe ich aber gesehen. 
Eigentlich ist Cousin aber vor allem ein Refugium für Vögel, zahlreiche See- und Landvögel brüten hier, während des Südostmonsuns die Noddyseeschwalben, das ganze Jahr über diverse Sturmtaucherarten, Mangrovenreiher, Madagaskarweber, die eleganten Tropikvögel und die weißen Feenseeschwalben, der toktok und der Seychellenweber. Besonders erwähnenswert ist der Seychellenrohrsänger, zu dessen Erhalt das Schutzgebiet ursprünglich errichtet wurde. Auch der vorm Aussterben bedrohte Seychellendajal wurde hier wieder angesiedelt.
Alleine die Landungsgebühr kostet 40,00 EUR. Man ankert mit dem eigentlichen Boot vor der Küste, steigt dann in kleinere Boote um und fährt damit zur Insel rüber (man landet echt mit dem Boot im Sand 😂). So möchte man verhindern, dass irgendwas auf diese Insel eingeschleppt wird.







Ich wurde vorgewarnt, dass es hier (harmlose) Mücken gibt.. Aber das, was ich erlebt habe.. Denen war es einfach total egal, dass man NoBite drauf hatte.. 🦟 Die waren einfach überall.. An den Beinen, Armen, Fingern.. Selbst im Gesicht. Hauptsache stechen! Wie blutrünstige Vampire. Hat man eine mal erwischt, hatte man echt einen Klecks Blut auf der Haut, widerlich. So oft wie ich heute gestochen wurde, bin ich wahrscheinlich in meinem ganzen Leben noch nie gestochen worden und werde es auch nie werden. Brutal. Stehen bleiben konnte man nicht.. Ich weiß nicht, wie viele Tausende Mücken das waren..
Aber der Besuch hat sich trotzdem gelohnt. 🙂

Das Begrüßungskomitee übernahm heute eine reinweiße Feenseeschwalbe. So eine Hübsche. Die legen ihre Eier direkt auf den Ast. 🤔



Zwei weitere reinweiße Feenseeschwalben. 



Stehendes Gewässer gibt es auch. Klar, dass hier die Moskitoanzahl pro Quadratmeter am höchsten war, also nichts wie weg von hier.



Auf einmal raschelte es friedlich kauend im Gebüsch..
Darf ich vorstellen? 
George. 🐢
Eine von 50-60 freilebende Aldabra-Riesenlandschildkröten.
George ist schon 116 Jahre alt. Und sehr friedlich, aber auch neugierig. ☺️
Beeindruckend, diese Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum sehen zu können.









Ausblick von Cousin. 



Ein Weißschwanz-Tropikvogel mit Nachwuchs.



Und nochmal ein Weißschwanz-Tropikvogel.



Krabben, die mag ich ja irgendwie gar nicht. 🦀



Bei Verlassen der Insel legt man hier einen Stein dazu als eine Art Denkmal, dass man hier war. ☺️



Und ein weiterer Weißschwanz-Tropikvogel. Sieht er nicht toll aus?



Zurück am Strand.





Und weiter geht’s.



Das hier ist der Strand des allerersten 5-Sterne-Hotels auf den Seychellen.





Weitere tolle Strände. Die Farben.. 🥰











Nächster Halt auf der Insel Curieuse.
Nur wenige Kilometer trennen die bergige, knapp 3 Quadratkilometer große Insel von Praslin. Für das Betreten der Insel muss ebenfalls eine Gebühr gezahlt werden, die dem Naturschutz zugute kommt. 
Ich bin an der Baie Laraie im Osten gelandet. Im Süden der Insel gibt es die Anse St. José. Hier steht das ehemalige Arzthaus, in dem heute ein kleines Museum untergebracht ist. Dieses Kolonialhaus und einige Ruinen westlich davon erinnern an die um 1830 gegründete Leprastation, die bis Mitte des 20. Jahrhunderts in Betrieb war. Heute leben nur noch der Verwalter und seine für Schutz und Pflege der Insel angestellten Wildhüter mit ihren Familien auf der Insel.
Curieuse besitzt auf seiner Südseite schöne, einsame Sandstrände. Die Vegetation ist der Praslins ähnlich, auch hier wachst die endemische Seychellennusspalme, jedoch in kleineren Beständen.

Hier wird man direkt von den Schildkröten empfangen. 🐢

Das Alter steht auf ihrem Panzer. Stolze 92 Jahre!



Eigentlich hatte sie geschlafen, ist dann aber wach geworden..



Und hat erstmal gähnen müssen..



.. um sich dann doch wieder hinzulegen.
Schildkröte müsste man sein. 🤪



Weitere Schildkröten.







Mein Reiseleiter kümmert sich ebenfalls um diese herzlichen Tiere.





Die Schildkröten sind sehr neugierig und ihnen gefällt es, wenn man sie streichelt. 😍










Eine Schildkröte hat mich sogar gestumpt. 😍
Aber wehe, man macht ihnen keinen Platz.. Keine Rücksicht auf Verluste. Wenn sie da jetzt entlang laufen wollen, dann laufen sie auch dort entlang. 😄 Ist das der Altersstarsinn? 🤭

Zu Mittag gab es BBQ. Hierzu werden wir Menschen eingesperrt, die Schildkröten haben freien Lauf. Toll, denn sonst ist es anders herum, dass wir die Tiere einsperren.





Nach dem Essen. 





Auf zur Wanderung durch den Mangrovenwald.
Super beeindruckend.







Mr. Crab. 🥴🦀



Hai-Alarm! 🦈
Na, wer sieht ihn?
Der mittlere Schatten ist es, ein Sichelflossenzitronenhai. 😅





Ausblick unterwegs.



Angekommen am Strand.







Und nächster, letzter Halt für heute - die unbewohnte Insel St. Pierre, zum Schnorcheln.
Die Abkühlung tat gut. Hier ist unter Wasser auch gut was los. Die Fische selbst sind schön bunt, frech und stupsen einen halber an. Ein Riff gibt es leider nicht mehr.
Totales Robinson Crusoe-Feeling.





Zurück am Hotel.



Selbst jetzt höre und fühle ich noch die Stechmücken von heute morgen. 🙈





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